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„Demo für Alle“ erneut in Wiesbaden

Gerade haben wir erfahren, dass die homophoben Spinner*innen der sogenannten „Demo für Alle“ am 25.06.2017 erneut in Wiesbaden demonstrieren (wollen). Wir halten euch zu Gegenaktionen auf dem Laufenden! Stay Tuned!

Aufruf 06.05.2017

Pressemitteilung des Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt

Schon 2016 stellten sich im Rahmen des Bündnisses für Akzeptanz und Vielfalt etwa 3.000 Personen aus der Wiesbadener Stadtgesellschaft und darüber hinaus gegen die populistische Hetze und bürgerlich verpackte Diskriminierung der sogenannten „Demo für alle“.

Diese hat ihren Ursprung in der französischen Bewegung „Manif pour tous!“ und wird in Deutschland aus AfD-nahen Kreisen organisiert. Dabei setzt man, trotz anderslautender Lippenbekenntnisse in der Öffentlichkeit, auf die Unterstützung durch Organisationen wie NPD, Der III. Weg und Identitäre Bewegung, welche dem äußerst aggressiven rechten Rand der Gesellschaft zuzuordnen sind.

Nun möchten dieselben Organisatoren am 06. Mai 2017 ein Symposium rund um das Thema „Sexualpädagogik der Vielfalt – Kritik einer herrschenden Lehre” in einem der Wahrzeichen unserer Stadt stattfinden lassen: Im Kurhaus Wiesbaden.

Hierbei handelt es sich um einen Veranstaltungsort, der sich durch vereinende und traditionelle Veranstaltungen wie der Ballnacht der AIDS-Hilfe Wiesbaden und zahlreichen Kunst- und Kulturveranstaltungen, die die gesellschaftliche Vielfalt dieser Stadt proklamieren. Es sollte weder hier noch anderswo einen Ort für pseudowissenschaftliche Vorträge und gezielte Desinformation auf Kosten von gesellschaftlichen Gruppen geben.

Am 06.05. werden Redner auf dem Podium stehen, welche die sogenannte „Homoheilung“, also Therapien zur angeblichen Heilung der Homosexualität, befürworten und offen für eine flächendeckende Diskriminierung werben. Dabei sprechen sie zwar von Kinderrechten und Familienwerten, schränken jedoch das Recht auf Wissen und Aufklärung ein und wollen tausenden fürsorglichen Eltern den Familienstatus aberkennen.

„Als Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt, unter dessen Namen im vergangenen Oktober über 100 Organisationen für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft auf die Straße gingen, werden wir auch diesmal wieder vor Ort sein und zeigen, dass unsere Gesellschaft vielfältig, bunt und offen ist. W sindir bereit diese Werte gegen jede Art von Angriff zu schützen.“ kündigt Manuel Wüst, 1. Vorsitzender des initiierenden Vereins Warmes Wiesbaden e.V., an.

Das Bündnis lädt daher zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr zu einem Regenbogenfest direkt vor dem Kurhaus ein.

Mit Frühschoppen, Kinderprogramm und kurzen Reden wollen wir alle gemeinsam ein buntes Zeichen setzen. Es wird um Selbstversorgung gebeten.

Mehr Infos findet ihr hier:

Informationen 06.05

Ergänzende Informationen:

Der 2016 eingeführte Lehrplan zur Sexualerziehung in Hessen rief umgehend Stimmen aus der rechten Szene um die berüchtigte sogenannte „Demo für alle“ auf die Tagesordnung. Grund dafür war eine Modifikation der sexuellen Aufklärung im Schulunterricht: Den Schülern sollte die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen vermittelt werden – und damit Offenheit, Diskriminierungsfreiheit und wertschätzendes Verständnis für Verschiedenheit und Vielfalt.

Fakt ist: Andere Lebenskonzepte jenseits des heterosexuellen Vater-Mutter-Kinder-Modells und Geschlechtlichkeit unabhängig von der Zuweisung bei der Geburt sind längst gesellschaftliche Realität. Das Bündnis um Hedwig von Beverfoerde (ehemals CDU, gut vernetzt mit der Familie von Storch; AfD), das tatkräftig von Beatrix von Storch (AfD) und Birgit Kelle (CDU) unterstützt wird, ist sehr weit davon entfernt, dies zu akzeptieren. Der neue Lehrplan trete Kindergefühle und Elternrechte mit Füßen, so die Veranstalter der so genannten „Demo für Alle“.

Zu diesen mit Füßen getretenen Kindergefühlen ist auch anzuführen, dass die Landesschülervertretung den neuen Lehrplan ausdrücklich befürwortet. Darüber hinaus erfüllt jede Bildungsinstitution ihren säkularen Auftrag.

Die Würde von trans- oder intersexuellen Kindern und der Jugendlichen, die schwul, lesbisch oder bisexuell sind, wird dabei gezielt ausgeblendet. Die Existenz transsexueller Kinder und Jugendlicher wird einerseits angezweifelt, aber andererseits als „therapierbar“, im Sinne eines äußeren Zwangs hin zum zugewiesenen Geschlecht, dargestellt. Etwas, das die Bundesärztekammer und der Weltärztebund als unethisch einstufen.

Aufruf 06.05

AustauschBar Intersektionalität

„Still <3ing feminism“

Gerade weil „Feminismus“ heute von vielen als Projektionsfläche für alle möglichen sexistischen Ideen dient, ist es uns ein Anliegen aufzuzeigen, inwieweit Emanzipation und emanzipierte Gesellschaft Hand in Hand gehen.

 Dazu möchten wir uns in der kommenden Austauschbar mit Konzepten der Intersektionalität auseinandersetzen. Aus diesen Konzepten ergeben sich Fragen, denen wir auf den Grund gehen möchten. Es handelt sich um Fragen nach der Allgemeingültigkeit feministischer Theorien oder den (Un)Möglichkeiten feministischer Solidarität. Wie interagieren verschiedene Identitäten miteinander und wie gestalten sich ihre unterschiedlichen Erfahrungen von Exklusion? Inwiefern wirken sich unterschiedliche Diskriminierungs- und Unterdrückungsformen aus? Wie greifen sie ineinander?

 Diesen und weiteren Fragen wollen wir uns in der Austauschbar annehmen. Ein offener Vortrag soll dabei zunächst einen kompakten Überblick über die Entwicklung, Rezeption und Kritik der Intersektionalität liefern. Im Anschluss freuen wir uns auf einen gemeinsamen Austausch über das Feld der Intersektionalität und seinen Implikationen für eine emanzipatorische Praxis.

AustauschBar Feminismus

Am 17.01.2017 19:00 Kulturkneipe Sabot

„Still <3ing feminism“

Gerade weil „Feminismus“ heute von vielen als Projektionsfläche für alle möglichen  sexistischen Ideen dient, ist es uns ein Anliegen aufzuzeigen, inwieweit Emanzipation und emanzipierte Gesellschaft Hand in Hand gehen.

Wir haben uns vorgenommen Feminismus – insoweit dies überhaupt möglich ist – als das darzustellen, was er ist: ein komplexes Phänomen. Deshalb wollen wir im Rahmen unseres Vortrags wenigstens ein Paar der verschiedenen Strömungen des Feminismus in ihrem geschichtlichen Entwicklungsprozess betrachten, unter anderem wird es hierbei auch um marxistische Ansätze und Gendertheorie gehen.

Schließlich wollen wir uns dann gemeinsam fragen, wie weit wir bis heute gekommen sind. Dazu werden wir beispielshaft einige aktuelle Themen in Bezug auf Frauenrechte und Gendergerechtigkeit im Spätkapitalismus diskutieren, unter anderem über Androzentrismus in der Wissenschaft und sexistischen Repräsentation von Frauen in den Medien.

Antifaschistische Kämpfe in Europa 2 // Film: Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte

Nach dem wir uns bei der letzten Austauschbar mit der Situation von Antifaschist*innen in Prag auseinandergesetzt haben, wollen wir unseren Blick diese Woche nach Westen werfen und schauen, was Grade in Paris passiert und zeigen den Film „Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte“ (Left Report & NEA, 2016). In einem Klima das von Terrorangst, rechter Stimmungsmache und neoliberlen Reformen der „sozialistischen“ Regierung geprägt ist, gibt es verschiedene Protagonisten die Ihren Widerspruch nicht unausgesprochen lassen und emanzipatorische Aufbrüche wagen und dabei mit zunehmender Repression konfrontiert sind. Die Filmemacher*innen dazu: „Der Film beleuchtet verschiedene miteinander im Zusammenhang stehende Themenkomplexe aus linksradikaler Perspektive, erhebt dabei aber keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit. Er soll Menschen dazu anregen, sich mit der politischen Situation in Frankreich auseinanderzusetzen, sich weiter zu informieren und ihnen Kraft, Mut und Denkanstöße für ihre Kämpfe auf der ganzen Welt geben und will nicht eine unumstößliche Wahrheit transportieren.“

KI:WI Jahresabschlussbar 2016

 

Für den Jahresabschluss wird es mal keinen politischen Input geben.
Wir möchten Euch hiermit einfach einladen gemütlich mit uns (veganen) Glühwein und/oder Bier und Co. zu trinken und ein bisschen zu feiern!

Wir freuen uns auf jede*n der*die kommt!

AustauschBar zu „Umgang mit Alltagsrassismus“

In der nächsten Austauschbar wollen wir uns mit dem Thema „Umgang mit Alltagsrassismus“ befassen.
Zuerst wollen wir einen kurzen geschichtlichen und begrifflichen Überblick geben. Aber uns vor allem mit den Fragen beschäftigen: In welchen Situationen begegnet uns Alltagsrassismus im öffentlichen und privaten Leben? Mit welchen Handlungsmöglichkeiten und Argumentationsstrategien können wir Alltagsrassismus entgegen treten?
Wir möchten dabei zu einem stärkeren Bewusstsein beitragen, dass Alltagsrassismus ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, bei welchem beinahe jede/r Einzelne rassistische Strukturen unreflektiert reproduziert.
 
„Wir, die Kritische Intervention Wiesbaden, bilden einen Zusammenschluss für Personen, die Interesse an unabhängiger linker Politik haben, und möchten eine Plattform schaffen, um diese in der Praxis umsetzen zu können.
 
Die AustauschBar soll als Anlaufpunkt dienen, um uns gemeinsam ab 19 Uhr mit politisch relevanten Inhalten auseinanderzusetzen und im Anschluss ab ca. 21 Uhr gemütlich zusammen zu sitzen.
 
Zu bestimmten Themen werden wir auch in Form von Vorträgen und Filmvorführungen Input für die Diskussion geben, worüber ihr euch zeitnah auf unserer Facebookseite informieren könnt.
 
Der Abend soll einen offenen Rahmen für alle
Interessierten bieten, in welchem jegliche
Form gesellschaftlicher Ausgrenzung
keinen Platz findet.
 
Kommt vorbei, wir freuen uns auf Euch!“

AustauschBar zu „Do it Yourself“

Hallo, kommende AustauschBar möchten wir uns gemeinsam mit euch dem Thema „Do it yourself“ (DIY) widmen. Hierzu wird es Input in Form eines kurzen Vortrages geben. Danach können u.a. gemeinsam Aufkleber gebastelt, Buttons produziert oder Stencils ausgeschnitten werden.
Come around and do it yourself!

„Wir, die Kritische Intervention Wiesbaden, bilden einen Zusammenschluss für Personen, die Interesse an unabhängiger linker Politik haben, und möchten eine Plattform schaffen, um diese in der Praxis umsetzen zu können.

Die AustauschBar soll als Anlaufpunkt dienen, um uns gemeinsam ab 19 Uhr mit politisch relevanten Inhalten auseinanderzusetzen und im Anschluss ab ca. 21 Uhr gemütlich zusammen zu sitzen.

Zu bestimmten Themen werden wir auch in Form von Vorträgen und Filmvorführungen Input für die Diskussion geben, worüber ihr euch zeitnah auf unserer Facebookseite informieren könnt.

Der Abend soll einen offenen Rahmen für alle
Interessierten bieten, in welchem jegliche
Form gesellschaftlicher Ausgrenzung
keinen Platz findet.

Kommt vorbei, wir freuen uns auf Euch!“

Kiwis crossing – Soliparty

Es ist mal wieder Zeit für eine Soli-Party!
Denn antifaschistisches Engagement kostet nicht nur Zeit, sondern leider auch Geld. Aus diesem Grund wollen wir gemeinsam mit euch tanzen und wenigstens eine Nacht der grauen Alltagsscheisze entfliehen. Die Gewinne dieser Nacht werden für die antifaschistiche Arbeit der Kritischen Intervention Wiesbaden genutzt.

Selbstverständlich werden wir diskriminierendes Verhalten jeglicher Art (z.B. sexistisches, rassistisches, homophobes, etc.) nicht tolerieren!

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LINE-UP:

Robosaurus
[https://soundcloud.com/robosaurus]

Alles.Scheiße DJ guy (Alles.Scheiße)
[https://www.facebook.com/alles.scheisze/?fref=ts]

shitface & Max van den Heuvel (Circus Lunae)
[https://soundcloud.com/circuslunae]

Max Melee (Maevix)
[https://soundcloud.com/maevix]

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